Wer sind wir?
Die Handelsagenten: Netzwerker und Verkaufsprofis
Wissensvorsprung für die Unternehmer durch Erfahrung und Marktkenntnis
Mit einer groß angelegten Umfrage durch das market Institut (Univ.Prof. Dr. Werner Beutelmeyer) hat das Bundesgremium der Handelsagenten das Selbstbild des Berufsstandes erheben lassen.
Die Zahlen sind zugleich eine Visitenkarte und Empfehlung. Handelsagenten sind heute mehr denn je die idealen Vertriebspartner.
Eckdaten der Strukturerhebung 2010:
9.200 Handelsagenten in Österreich
In Österreich gibt es rund 9.200 Handelsagenten. Diese Marktprofis sind von einem oder mehreren Unternehmen ständig mit der Vermittlung oder dem Abschluss von Warengeschäften in deren Namen und auf deren Rechnung betraut und üben diese Tätigkeit gewerbsmäßig aus. Auf der Kundenseite stehen ausschließlich gewerbliche Abnehmer und nicht Endkonsumenten. Durchschnittlich verfügen die Handelsagenten über 19 Jahre Branchenerfahrung.
Handelsagenten – „Feuerwehr“ bei Problemen
Der Handelsagent übernimmt eine Fülle von Leistungen von der Kundenwerbung und -betreuung über die Marktbeobachtung und Korrespondenz bis hin zur Reklamationsbearbeitung oder der Lagerung und Warendisposition. Aber auch die Bonitätsbeurteilung, die Warenauslieferung oder das Inkasso gehören zu den Aufgabengebieten der Handelsagenten. Teilweise werden diese Leistungen durch Provisionen, teilweise aber auch durch separate Honorierung abgegolten. Aufgrund ihrer Flexibilität und raschen Einsatzmöglichkeit können die Handelsagenten auch jederzeit als Feuerwehr bei Problemen wie etwa Engpässen im Vertrieb fungieren.
22 Milliarden Euro Umsatz werden jährlich vermittelt
Durchschnittlich betreuen die Handelsagenten 2 Vertretungen. 60 Prozent der vertretenen Firmen haben ihren Sitz im Ausland, die Mehrheit davon im EU-Bereich. Rund die Hälfte der Kunden kommt aus dem Bereich des Handels, ungefähr ein Viertel der Kundschaft kommt aus der Industrie, der Rest verteilt sich auf Gewerbe, die öffentliche Hand und andere Wirtschaftszweige. Der Gesamtumsatz der von einem Handelsagenten vermittelten Waren und Leistungen beträgt durchschnittlich 2,41 Millionen Euro. Insgesamt werden jährlich Warenumsätze von 22,2 Milliarden Euro vermittelt. Dadurch sichern die heimischen Handelsagenten in Summe etwa 30.000 Arbeitsplätze direkt. Erzeuger sind mit mehr als 70 Prozent die größte Gruppe unter den Auftraggebern der Handelsagenten. Rund 20 Prozent der Handelsagenten stehen direkt mit Importeuren oder Großhändlern in einem Vertragsverhältnis. Vor allem Unternehmen aus der Bekleidungs- und der Textilindustrie vertrauen auf die Erfahrung und das Knowhow der Handelsagenten, gefolgt von Möbelproduzenten sowie Erzeugern von Waren der Raumausstattung, Maschinenproduzenten und Firmen aus dem Bereich des Holz- und Baubedarfs.
International tätig
Die Handelsagenten stellen auch einen bedeutenden Faktor am heimischen Arbeitsmarkt dar. Sie beschäftigen eine nicht unbeträchtliche Anzahl an Mitarbeitern im Innen- und Außendienst. Sechs von zehn Handelsagenten sind ausschließlich in Österreich tätig, ein gutes Drittel bearbeitet den nationalen als auch internationale Märkte. Bevorzugte Vertretungsgebiete im Ausland sind die Deutschland, Ungarn und Slowenien, aber auch Italien, Tschechien und die Slowakei. Damit haben die Handelsagenten bei der Osterweiterung der Europäischen Union eine bedeutende Rolle übernommen.
Kommunikationszentralen
Knapp mehr als die Hälfte der Handelsagenten betreiben ihre Firma direkt von ihrem Wohnbereich aus, 28 Prozent haben ihren Arbeitsplatz nicht in unmittelbarer Nähe des Wohnsitzes. Von ihren Kommunikationszentralen aus kümmern sich die Handelsagenten aber nicht nur um die Vermittlung von Waren, sondern sind den Unternehmen auch wichtige Partner bei Mitarbeiterschulungen sowie in Werbe- und Marketingfragen. Die Handelsagenten sind höchst mobil: sie verbringen im Schnitt 123 Tage im Jahr auf Reisen und kommen dabei auf 38 Übernachtungen pro Jahr. Handelsagenten legen dabei immerhin 43.000 Kilometer zurück. Die bedingt durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen häufiger gewordenen Firmenfusionen, Insolvenzen oder Betriebsabwanderungen stellen auch die Handelsagenten vor neue Herausforderungen. Um diese bestmöglich bewältigen zu können, investieren sie massiv in die berufliche Aus- und Weiterausbildung. Die Schwerpunkte liegen dabei vor allem im Bereich der Informatik oder des E-Commerce, aber auch neue Verkaufsmethoden gehören zum Fortbildungsprogramm.
Mit Handelsagenten erfolgreich im internationalen Wettbewerb
Österreichische Hersteller werden im europäischen Konkurrenzkampf die Marktkenntnisse und internationalen Kontakte der heimischen Handelsagenten benötigen, wenn sie erfolgreich sein und nicht unnötigen Zeitverlust und überflüssiges Lehrgeld riskieren wollen. Die Berufsvertretung der Handelsagenten ist im Bundesgremium der Handelsagenten innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich organisiert, das auch die zentrale Ansprechstelle für interne und externe Informationen ist. Obmann des Bundesgremiums ist Uwe Kroiß.
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